Gedichte
Das kleine Kind
In einer kalten Winternacht,
niemand hätte es gedacht
der See überdeckt mit bedrohlichem Eis
Bäume mit tödlichem Weiß
außen eisig, von innen heiß
der Tod bildet einen Kreis
um das kleine Kind
das zu schreien beginnt
Die Schreie sind laut
doch niemand will sie hören
die Schreie sind gekränkt
warum musste man sein Leben zerstören
Das kleine Kind
es heult mit dem Wind
es ist allein
Einsamkeit holt es ein
verdammt, um ohne Liebe zu sein
Es legt sich nieder
schwarze Vögel singen Lieder
das Lied vom Tod
Das kleine Kind
es liegt im Wind
nicht die Liebe sondern der Hass
machte es blind
Augenlieder senken sich geschwind
Es hört auf zu zittern
liegt da wie tot
man hört es nicht mehr bibbern
der kalte Schnee färbt sich blutrot
das Gesicht wird blass
füllt sich mit Hass
ein entsetzter lauter Schrei
dann ist es vorbei
Wozu wurde es geboren
sie hatten sich geschworen
die Liebe zu verachten
das Dunkle zu betrachten.
Nun haben sie es vollbracht
es hat die Augen zu gemacht
Diese trauernden leeren Augen
vergießen tränen, die sich nicht trauen
den kalten Schnee aufzutauen
sie färben sein verzerrtes Gesicht
welches nun ewige Rache verspricht
Anja K. (ganz lieben Dank, dass du es mir geschickt hast)