Gedichte
Ungeweinte Tränen
Jeder Tag erloschen durch die Gewalt des Bösen
die Angst deiner Sehnsucht, Nacktheit zu entblößen
treibt den Wahn, nähert sich deiner
sehen können sie alle, helfen leider keiner
Stunde für Stunde, stumm vergangen
Leere hatte in der Luft gehangen
gefühlskalt, erschreckt, Tränen versteckt
schlief ich bei Bewusstsein ein
spürte nur noch Verzweiflung, nichts war mehr mein
Jene Nacht mit dir verfluche ich
etwas zu sagen... Ich traute mich nicht
Ließ deinen Schatten über mich ergehen
habe es vermieden hinzusehen
Lag da wie tot, Bewegungen nicht möglich
"noch einmal?" fragtest du ganz höflich
Zitternd und stumm lag ich neben dir
doch du wolltest immer mehr von mir
Tiefe Narben lässt du in mir zurück
Ich zerbreche daran, Stück für Stück
Nach der Zeit deiner Sehnsucht schliefst du friedlich ein
ich konnte nicht länger bei dir sein
Packte meine Sachen um zu gehen
doch du hattest alles gesehen
Schlugst mich nieder
immer wieder
Ich lag am Boden, rührte mich nicht
jedes Mal ein Schlag ins Gesicht
Liegen gelassen hattest du mich
bitte glaube mir: Ich hasse Dich
Die Nacht war dunkel und kalt
ich hatte keinen Halt
lehnte mich an die nächstliegende Wand
konnte nicht schreien, nichts mehr sagen
in meinem Kopf nur tausend Fragen
Angst, in Tränen unterzugehen
mein Gewissen anzuflehen
ich bin tot tief in mir drin
und nur der Schmerz lässt mich wissen,
dass ich noch am leben bin
Tage wie diesen vergisst man nicht,
wenn die Welt unter dir zusammenbricht
Die Zeit heilt keine Wunden,
man gewöhnt sich nur an den Schmerz
und lernt ihn zu akzeptieren
Anja K. (auch für dieses Gedicht/diese Erfahrung, vielen Dank an dich)